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Lake it Eistauchen vom 2. bis 4. April 2007: Das Limit gesucht - und gefunden

Plaun da Ley, Engadin

Wenn Lake it zum Eistauchen aufbricht, muss es immer gleich extrem sein: Letztes Jahr hatten wir bitterkaltes Wetter und dieses Jahr schmolz uns das Eis förmlich unter den Füssen weg! Doch alles der Reihe nach…

Panorama

Als wir uns am 2. April 2007 kurz vor Mittag beim Hotel Cristallina in Plaun da Lej (Engadin) trafen, waren die Bedingungen eigentlich perfekt. Wir hatten strahlend blauen Himmel, frühlingshafte Temperaturen und die härteste Arbeit hatte uns die Sonne auch schon abgenommen: Das Öffnen und Vorbereiten eines Eislochs erübrigte sich, weil ältere Eislöcher schlicht nicht mehr zufroren. Trotzdem zögerten wir, denn die Eisdecke sah nicht gerade vertrauenserweckend aus. Urs Grigoli von der Graubündner Kantonspolizei versicherte aber, dass das Eis noch begehbar sei. Dennoch empfahl er uns, den Trocki schon an Land anzuziehen…

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Mutig (und im Trocki) betraten wir das Eis gleich vis-à-vis vom Hotel. Es hielt, zumindest mehr oder weniger. Hin und wieder gaben die obersten Eisschichten nach und wir brachen ca. 40cm ein. Doch davon lässt sich ein echter Lake it'ler nicht verunsichern. Wir suchten uns eines der „vorgefertigten“ Eislöcher aus, bereiteten die Sicherungsleinen vor, rüsteten uns aus und machten unseren ersten Tauchgang im Silsersee.

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Leider war die Sicht deutlich schlechter als erwartet. Dennoch konnten wir den ersten Ice Dive mehr als geniessen, denn die Sonne zauberte wunderschöne Licht- und Farbenspiele unter das Eis. Insbesondere ums Eisloch herum war's genial.

Ein Blick an die Eisdecke zeigte schnell, dass wir wohl die letzten Eistaucher der Saison sein würden. Das Eis zeigte eindeutige „Zersetzungserscheinungen“. So war das Schwarzeis von ein bis zwei Millimeter grossen Löchern regelrecht durchsiebt und auch an grösseren Löchern und Einbuchtungen fehlte es nicht. Die ausgeatmete Luft verschwand sofort in der Eisdecke.

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Gegen Abend ging's zurück ins Hotel. Nun war feines Essen und gemütliches Beisammensein angesagt. Die Disco mit der grossen Lasershow und der gigantischen Spiegelkugel musste leider kurzfristig abgesagt werden…

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Am zweiten Tag entschlossen wir uns für einen anderen Tauchplatz, auf der anderen Seite der „Landzunge“ von Plaun da Lej. Und das hat sich mehr als gelohnt! Die Sicht war deutlich besser und auch die Unterwasser-„Landschaft“ mit einer kleinen Steilwand war viel attraktiver. Das Wetter zeigte sich wiederum von der besten Seite, so dass wir erneut die tollen Licht- und Farbspiele geniessen durften.

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Die hohen Temperaturen hatten sicher Vorteile. Vereiste Automaten, festgefrorene Jackets (oder Taucher…) und all die anderen „typischen“ Eistauch-Unannehmlichkeiten waren kein Thema. Dafür schmolz uns das Eis förmlich unter den Füssen weg! Während die Eisdecke am Morgen noch einigermassen stabil war, wurde es am Nachmittag richtig matschig. Am Ufer brachen wir komplett durch und standen brusttief im Wasser… Bei Lake it ist eben nichts wie sonst!

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Am Abend war dann wieder „geselliges Erholen“ angesagt, wobei sich einige bis spät in die Nacht hinein mit einem Kartenspiel beschäftigten. Zudem konnte den beiden Eistauch-Kursteilnehmern zum erfolgreichen Kursabschluss gratuliert werden.

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Das Erwachen am nächsten Morgen war nicht allzu erfreulich: Dichter Nebel hing über dem Silsersee und es schneite leicht. Schnell war klar, dass sich da nur echte Ice-Cracks ins Wasser wagen würden, von denen es - wie sich herausstellte - nur deren vier gab. Während sich die Vier ausrüsteten und das Eisloch vom ersten Tag „reaktivierten“ hellte es aber auf. Als das erste Buddyteam im Eisloch verschwand, schien bereits wieder die Sonne! Pech für jene, die schon auf dem Heimweg waren.

Gegen Mittag machte sich dann auch das Quartett auf den Heimweg. Damit war ein weiterer toller Lake it Event zu Ende. Schön war's!

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Text: Stephan „Erg“ Manfré

Photos: Marianne Tauber, Stefano Fuccaro, Matthias Hebsacker, Stephan „Erg“ Manfré

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