Eistauchen in Plaun da Lej: 2.3. bis 4.3.2012

Für diejenigen Taucherinnen und Taucher, denen kühle Mittellandseen nicht genug frisch sind, gibt es eine eisige Alternative: Eistauchen!

Am Freitagabend zu später Stunde trafen sich knapp zehn Lake-it-ler und ein Hund im Hotel Cristallina, um sich bei einem ausgiebigen Nachtessen für die kommenden Strapazen zu stärken. Nach der ersten ruhigen Nacht in den bündner Bergen stärkten wir uns nochmals (dieses Mal mit einem Frühstück) und bereiteten uns anschliessend auf den Trip unter dem Eis vor. Klartext: Tauchausrüstung zusammenbauen, sich dick einpacken, alles vor Ort schleppen.

Dick wie Michelin-Männlein (und Fräulein) kamen wir alle daher! Kein Wunder, denn die Wassertemperatur lag nur knapp über Null Grad.

Kein Eistauchen ohne Loch. Erg, unser lake-it eigener Eistauchexperte, holte dazu einen weiteren Experten herbei: den liebenswerten, urchigen bündner Kantonspolizisten Urs Grigoli. Dieser sägte uns in Kürze ein prima Eis-Dreieck in den gefrorenen See und nachdem wir alle unsere Seile, Plachen, Stühle und Säcke platziert hatten, konnten wir mit dem Eistauchen anfangen.

Stets zwei bis drei Taucher gingen jeweils an Leine unters Eis, scharf beobachtet vom Leinemann (oder von der Leinefrau) und einem Rettungstaucher. Unter Wasser war man in einer anderen Welt. Bizarre Muster im Eis, Luftblasen an der Decke sowie der karge felsige Untergrund liess einem die Kälte etwas vergessen und bald waren zwanzig Minuten vorüber. Der Leine nach tauchte man retour und die nächsten Taucher hüpften in den See. In der Zwischenzeit vertrieben sich die anderen an der Oberfläche die Zeit mit Stockwerfen spielen, Tee trinken oder einfach nur mit Sonne tanken. So verstrich die Zeit und nachdem alle genug getaucht waren, ging es ans Abrüsten. Wie schon beim Aufstellen am Morgen war auch das wieder mit viel Schleppen verbunden. Bei einem Dekobier und einem vorzüglichen „Dekoznacht“ vergassen wir aber diese Strapazen schnell und genossen die Ruhe des Abends.

Der zweite Eistauchtag verlief im Grunde ziemlich ähnlich, ausser, dass sich das Wetter nicht mehr von der allergoldigsten Seite zeigte. Ausserdem gönnte sich der Hund auch noch ein kleines Bad im kalten See. Und klar, die meisten spürten die Eistauchgänge vom letzten Tag noch in den Gliedern. So rüsteten wir etwas früher ab und genossen noch einmal das feine Essen in Plau da Lej’s Fischrestaurant, bevor es über den Julierpass wieder Richtung Zürich ging. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Erg, dem super Organisator des Eistauchweekends!

 

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