Fernstein- ohne Samarangersee 4. – 6. August 2012

„Der Fernstein- und der Samerangersee sind wohl unter den schönsten Gewässern des gesamten Alpenraumes“ und „Sie gehören wohl zu den klarsten im Alpenraum“ – so steht es auf der Website des Hotels, welches Lake it nach zwei Jahren wieder besuchte. Nur blöd, dass im Samerangersee gerade ein Tauchverbot galt und der Fernsteinsee diesem Versprechen nicht ganz nachkam. Aber schon einmal vorweg: auch dieses Mal erlebten wir (nicht nur kulinarisch) ein herrliches Wochenende in den Tiroler Alpen.

Die Anfahrt verlief bei allen reibungslos und nach einem kleinen Stau kurz vor dem Ziel trafen wir uns zum Mittagessen im Hotel. Traditionsgemäss geniesst man am ersten Tag einen „Hendelsalat“, wofür auch wir uns mehrheitlich entschieden. Beim Essen besprachen wir, wo wir zunächst tauchen wollten. Es würde im Fernsteinsee sein, so viel war klar. Da es einen neuen Einstieg auf der anderen Seeseite gab, entschieden wir uns, dorthin zu fahren. Kaum waren wir umgezogen und bereit zum Tauchen, rasselte ein Gewitter über uns nieder. Solche sind zum Glück meist nur von kurzer Dauer und wir hüpften alsbald in den See – die einen im Trocki, die anderen im Nassanzug. Die Sicht war nicht schlecht, hätte aber sicherlich besser sein können. Dies war bestimmt mit ein Grund, weshalb es die meisten bei einem Tauchgang liessen und es sich in der Hotelbar gemütlich machten. Claire sei Dank trafen wir uns schon um viertel vor sieben zum ersehnten Nachtessen und wir freuten uns auf das 5-Gang Menü und den Wein. Wie immer wurden wir von der Küche verwöhnt: vom Salatbuffet über die Suppe, dem Fisch oder Huhn bis zum Dessert und Käse war alles fantastisch. Wir quasselten rund ums Tauchen und genossen den Abend.

Am zweiten Tag präsentierte sich das Wetter von der sonnigen Seite und wir wählten für den ersten Tauchgang einen Einstieg auf der östlichen Seeseite. Leider hatte sich, verglichen zum Vortag, die Sicht noch etwas verschlechtert. Zwar waren die obersten zwei, drei Meter glasklar, danach folgte aber eine milchige, cirrostratuswolkenartige Schicht und darunter herrschten Sichtweiten auf Niveau Katzensee bei Algenblüte (einfach weiss statt grün). So dümpelten die Buddyteams in geringer Tiefe dem Ufer entlang und auf diese Weise gab es dann doch noch einige sehr schöne Lichtspiele zu sehen. Den Tauchgang am Nachmittag starteten wir von der Eingangsstelle gleich beim Bootssteg, was sich lohnte, denn die Sicht war hier noch eine Nuance besser. Insbesondere wenn man den ganzen Weg in den südlichen Arm des Sees zurücklegte, wurde man, abgesehen von der Sichtweite, mit Samerangersee-ähnlichen Bedingungen belohnt (Baumstämme im Wasser). Am Abend kamen wir wieder in den Genuss von einem wunderbaren 5-Gang Menü.

Am letzten Tag entschied sich ein Teil der Gruppe, einen Abstecher in den nahe gelegenen Blindsee zu machen (was sich offenbar sehr gelohnt hat). Drei weitere blieben aufgrund von Schlafmangel, Solidarität oder Tauchmuffigkeit beim Fernsteinsee und ein Buddy-Team, Martina und Boris, mussten sich leider schon auf den Heimweg machen. Der ex-Präsi machte sich also mit Frau und Kind und Dani auf den Weg zum Blindsee, während der amtierende Präsi noch ein wenig schlief, um dann mit Tanja nochmals den (nun noch trüberen) Fernsteinsee zu erkunden. Auf der Suche nach der Madonna in der Seemitte trafen wir zwar auf zahlreiche Forellen, aber Mutter Gottes war unauffindbar. Zusammen mit Markus tankten wir nach dem Tauchgang noch etwas Tiroler Sommersonne und wagten sogar noch einen Sprung in den kalten Fernsteinsee (in der Badehose, nota bene).

Zum Abschluss genossen wir ein letztes Mal das deftige Tiroler Essen und machten uns dann auf den Weg zurück nach Zürich. An dieser Stelle nochmals eine herzliches Dankeschön an die beiden Organisatorinnen Regula und Martina, die dieses schöne und amüsante Wochenende planten. Wir kommen bestimmt wieder – schliesslich möchte ich das mit „den klarsten Gewässern im Alpenraum“ noch verifizieren.

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