Fernsteinseeweekend 2019

Fernstein- und Samarangersee Weekend. Freitag 12.07.  bis Sonntag 14.07.2019

An einem Freitag im Juli machte sich ein Grüppchen Lake-it-Taucher auf nach Österreich. Angekommen sind wir bei strömendem Regen. Der Blick aus dem Fenster ist aber selbst bei diesem Wetter lohnenswert. Nach dem wir die Zimmer bezogen haben, stärkten wir uns im hoteleigenen Restaurant mit einem kleinen Mittagessen. Kurz darauf gingen wir tauchen.

Für den ersten Tauchgang wählten wir die nächstgelegene Einstiegsstelle direkt unter der Brücke. Die beiden Schwäne auf dem Plan (bei Nummer 6) sind nicht nur Symbolbilder. Zumindest mit einem davon haben wir Bekanntschaft gemacht. Er wirkte, wie die zahlreichen Kühe, sehr interessiert.

Der erste Tauchgang im Fernsteinsee war ausgesprochen vielversprechend. Die sehr gute Sichtweite entschädigt bei Weitem für die eher kühlen knapp 10°C Wassertemperatur.  Gespannt darauf, wie viel besser das im Samarangersee noch werden könnte, verspeisten wir beim Abendessen die ersten Schnitzel und Cordon Bleus. Es sollten nicht die letzten bleiben. 

Das Tauchen in den beiden Seen ist limitiert. So muss man für eine Tauchbewilligung mindestens zwei Nächte Hotelgast sein und für den Samarangersee mind. 100 geloggte Tauchgänge vorweisen können. Die Besitzer geben an, dass bei nicht fachgerechtem Tauchen Sedimente aufgewirbelt werden, die sich auf der Unterwasserflora ablegen. Dadurch bekommen diese Pflanzen zu wenig UV-Strahlung und sterben ab. Unter anderem aus diesem Grund dürfen maximal sechs Taucher zur gleichen Zeit im Samarangersee tauchen. Freundlicherweise haben uns am Samstagfrüh Freiwillige in die Samarangersee-Tauchliste eingetragen. 

Die beiden Tauchgänge am Samstag waren wunderschön. Im bis zu 17 m tiefen, meist kristallklaren Samaranger See liegen dicke Baumstämme kreuz und quer, fast wie ein riesiges Mikado-Spiel. Die von Schleimalgen überzogenen Bäume geben dem See etwas märchenhaftes.

Die Anfahrt zum See war am Nachmittag unerwartet kompliziert. Auf der schmalen Waldstrasse wollten Kühe nach Hause zu ihrem Stall und Taucher in die andere Richtung zum See. Der Mann am Steuer meinte nur: « I don’t know what to do…!» Nach einem intensiven Showdown gaben die Kühe zum Glück nach. 

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Sonntag konnten wir nochmal tauchen gehen. Leider wählten wir eine schlechte Stelle. Im hintern Teil des Fernsteinsees (Einstieg in der Nähe vom Quellsee) waren die Sichtverhältnisse leider sehr schlecht. Wahrscheinlich haben die Regenfälle und die beiden Zuflüsse das Wasser getrübt. Die Verhältnisse erinnerten an einen sommerlich grünen Zürichsee. Welch ein Kontrast zum Samarangersee am Tag davor! 

Nach einem letzten Mittagessen in Österreich ging es anschliessend zurück nach Hause.

Vielen Dank Jonas für die Organisation dieses grossartigen Wochenendes!